Volvo 940 – Spurstange fest – nix mit einstellen

Nun ist es soweit. Die Spur ließ sich beim letzten Vermessen nicht so genau einstellen. Grund: die eine Spurstange ist am Spurstangenkopf so festgegammelt, dass auch mit gutem Werkzeug und einer Portion Kraft da nichts zu machen war. Die Idee: Mit einem Brenner ordentlich warm machen, Rostentferner aufsprühen und hoffen:IMG_7584a

Mit dem langen 22er Schlüssel lies sich sehr schwer die Kontermutter lösen. Allerdings ist beim Kopf nichts zu machen. Fest.

Da ich die Ersatzteile schon hatte, werde ich kurzer Hand die Spurstange durchgeflexen. Vorher sollte man in etwa Maß nehmen, inwieweit der neue Spurstangenkopf aufgeschraubt wird. Danach muss die Schelle vom Staubschutzbalg der Spurstange gelöst werden, andere Seite ein Kabelbinder entfernt. Nun kann der Balg abgezogen werden. Den alten Spurstangenkopf mit 19er Pressluft lösen und ausdrücken. Für die Spurstange selbst habe ich mir ein Spezialwerkzeug ausleihen können. Dieses wird über die Spurstange geschoben (leider kein Foto gemacht). Am Ende ist eine Aufnahme für eine 19er Nuss. Nun die Spurstange lösen.IMG_7619a

Nun die neue Spurstange eingeschraubt, festgezogen und Balg mit Schelle drübergezogen und befestigt. Ein neuer Kabelbinder fixiert die Seite zum Lenkgetriebe.

Kontermutter und Spurstangenkopf aufgeschraubt. Etwa die alte Position eingenommen und den Spurstangenkopf festgeschraubt.IMG_7620b

Auf der anderen Seite hatte ich mehr Glück. Da lies sich der Kopf herunterschrauben. Somit konnte ich die alte Spurstange erhalten.IMG_7623a

Die Spur der Räder haben wir provisorisch eingestellt. Wichtig: Die Lenkradposition sollte etwa mittig sein. Jetzt geht’s eh zum einmessen:IMG_7627a

Passt schon fast, bisschen geht noch:IMG_7628a

Guten Rutsch Euch!!!

 

36er Nuss? Wohl die grösste Mutter am 940 – Radlager

Ja ist ja gut! Der eine oder andere würde jetzt sagen, warum hat er das nicht gleich mit den Bremsen und Stoßdämpfern gemacht…
Ganz einfach: weil ich erst später festgestellt habe, dass das Axialspiel zu groß ist und natürlich, weil ich sowas nicht mal eben auf Lager habe. Egal. Das Radlager fiebt und schreddelt in Kurven und muss ganz schnell neu!

Ich erspare Euch die Vorarbeiten, wie Rad und Bremssattel abbauen. Also gleich ins eingemachte:
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10er Stecknuss um den Führungsstift zu lösen. Bremsscheibe abnehmen. Nun braucht man Hebel. 36er Nuss und dann langsam gegen den Uhrzeigersinn.IMG_6071 (Kopie)

Nachdem die Sicherungsmutter abgeschraubt ist, kann man das Radlager nach vorn abziehen. Den Achsstummel und das Gewinde reinigen. Jetzt das neue Lager aufstecken und dabei den inneren Lagerring festhalten, dass er nicht rausrutscht. Als Sicherungsmutter muss unbedingt eine neue verwendet werden!

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100Nm und 1/4 Umdrehung. Passt! Jetzt die Bremsen wieder montieren. Probefahrt erfolgreich.
Ich glaube, so ab 270.000km werden so einige Verschleißteile fällig. Aber wenn ich das mit meinen vorigen Autos anderer Marken vergleiche, kann ich nicht meckern.

Bremsen und Koppelstangen am 940

Wie schon beschrieben, habe ich beim Austausch der Stoßdämpfer bemerkt, dass die Bremsbeläge am Ende sind. Da fehlten nur noch 2mm zum Metall.

Also die Bremssattel demontiert. Zur Sicherheit habe ich aus einem Draht einen Haken gebogen, um den Sattel zu fixieren. Der Bremsschlauch soll ja nicht leiden.

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Nun den Bremskolben vorsichtig zurückgedrückt.

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Der Bremssattel wird mit einer Drahtbürste und Bremsenreiniger gereinigt und die Führungsborzen des Sattelhalters auf Gängigkeit und Korrosion geprüft. Danacg habe ich die Bohrungen für die Bolzen mit Fett gefüllt. Nun noch den Bremssattelhalter mit dem Sattel verschrauben und die neuen Beläge einsetzen. Die Verschraubungen habe ich natürlich mit Sicherungslack versehen.

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Ein Abwasch: neue Koppelstangen. Die Alten Buchsen waren doch schon sehr rissig.

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Nun reichts aber aber. Der 940 ist wieder fit.

Kleine Wartungsarbeiten werden größer: Stoßdämpfer vorn am 940

Heute geht’s an die vorderen Stoßdämpfer. Die Alten sind schon sehr schwammig. Ich hab mir welche vom Sachs bestellt.
Also Radmuttern lösen:

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Wichtig ist, dass der Volvo vernünftig auf Böcken steht. Ich will ja nicht, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt.

Rad ab.

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Von oben löse ich das Domlager (SW15, Langnuß).

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Nun geht an die Unterseite. 2 Schrauben um das Federbein vom Querlenker zu lösen. Diese sind mit Sicherungslack versehen. Das muss ich beim Einbau beachten.

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Nun die 2 Schrauben (auch mit Sicherungslack) des Bremssattels  mit einem Innensechskant lösen. Vorher habe ich die Bremsbeläge vorsichtig zurückgedrückt, damit  der Sattel leichter von der Bremsscheibe gezogen werden kann. Die Bremsscheibe selbst ist ja nur mit einer Schraube (SW10, Langnuß) fixiert.

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Nun den Spurstangenkopf am Querlenker lösen. Eine selbstsichernde Mutter.

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Das Rausschlagen des Spurstangenkopfes mit dem Hammer… kann man machen, ist aber nicht empfehlenswert. Ich nehme da lieber das richtige Werkzeug: Abzieher.

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Nun das Kabel vom ABS Sensor von den Klammern lösen, damit ich das Bein bewegen kann. Sicher kann man auch im Motorraum den Stecker ziehen und das komplette Kabel vorsichtig durch den Innenkotflügel ziehen. Das spare ich mir, da ich direkt am Wagen arbeiten werde. Mit einem Hebeleisen hebel ich das Federbein vorsichtig vom Querlenker. Ab das Bein…

Und Vorsicht, mit dem ABS-Kabel!

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Nun den Federspanner ansetzen. Es gibt unterschiedliche Bauarten. Ich habe mich für die schwere entschieden. Ohne Spanner sollte man NIEMALS den Federteller lösen. Und Vorsicht bei billiger Chinaware. Feder gespannt.

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So. Nachdem ich die Mutter vom Federteller gelöst habe (entweder mit einem Pressluftschrauber oder dem Volvo-Spezialwerkzeug), kann ich „entspannt“ die Feder abziehen.

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Das Arbeiten auf dem Gartenhocker hat mich genervt. So geht das nicht. Also ab zum Baumarkt und eine Workmate geholt. Einen Schraubstock hatte ich noch im Keller liegen.
Schönes Arbeiten nun… Und danke an meinen Volvo-Kumpel, der über einen guten Fundus an Spezialwerkzeug verfügt. Hier der richtige Schlüssel zum Überwurfmutter lösen. So bekomme ich den Stoßdämpfer leicht raus.

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Neues Material:

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Nun geht’s an den Einbau. Stoßdämpfer einschieben, neue Überwurfmutter eindrehen und mit „DEM“ Schlüssel anziehen.

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Nun den Faltenbalg drüber, neuen Anschlagdämpfer einsetzen und die Feder gespannt rüberziehen. Ich habe mich gleich für ein neues Domlager entschieden. Ist eh gerade alles ab. Also raufgesteckt und die neue Mutter angezogen. Wichtig ist, dass die Feder richtig sitzt und nicht verdreht ist. An den Federtellern sieht man die Anschlagpunkte. Nun den Federspanner langsam lösen.

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Nun wird das Federbein wieder eingebaut. Am Dom mit neuen Schrauben fixiert.
Auch hier ist wieder Vorsicht mit dem ABS-Kabel angesagt. Vor allem muss es vor dem Federbein vorbeigeführt werden!

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Anschließend habe ich den Bremssattel gereinigt. Ups…. da sind neue Beläge fällig. Dazu aber später mehr.

Ich fixiere die Querlenkerschrauben mit Sicherungslack. Fertig für heute.

kleine Wartungsarbeiten am 940

Nachdem ich letztens Ölwechsel durchgeführt hatte, fehlt jetzt noch Lüftfilter- und Zündkerzenwechsel. Auf geht’s:

Meine Empfehlung für 9er Redblocks: nur orginal Volvo oder NGK Zündkerzen!

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Kerzenstecker abgezogen und raus mit den alten Kerzen

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Lecker, die neuen.

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Nun geht’s weiter mit dem Luftfilter

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Ladeluftschlauch und Luftmengenmesser incl. Kabel abziehen

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So lässt dich der Deckel am besten öffen. Tja das mit den Halteklammern ist ja so eine Sache beim alten 9er. Ich hab noch 5 und Ihr?

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Da hat sich doch schön viel Dreck angesammelt

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Schick isser, der neue. Nun noch zusammenbauen.

Fortsetzung folgt…

Lackiertag

Meine alte Haube war schon sehr dellig und da ich für schmales Geld eine 9er-Haube bekommen habe und noch den Spiegel von meiner Schrottplatztour in Aubergine liegen hatte, habe ich schnell mein Lackierzelt aufgebaut und los gings.

Was für ein Schraubertag. Haube fertig, Spiegel fertig, Felgen für Winterreifen gefillert.10665707_1029425423749830_6521832229399503097_n

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Das Radlager muss neu

Nun ist mir in Kurvenfahrten aufgefallen, dass der 9er Geräusche an der Hinterachse macht. Aufgebockt hat sich meine Vermutung bestätigt: Das Radlager. Also von meinem Lieblingsteilehändler gleich bestellt.

Hinten rechts das Rad demontiert, Bremstrommel herunter, Bremsteile abgebaut und das Sicherungsblech für die Steckachse gelöst. Dann habe ich das Hinterad provisorisch wieder montiert, eimal kräftig gezogen und zack, das ist sie:

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Das alte Radlager habe ich mit der Flex und einer ganz feinen Trennscheibe vorsichtig zerschnitten. Ohne Presswerkzeug bekommt man das Lager leider nicht runter. Ging aber gut.

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Das neue Lage habe ich dann in einem Topf mit Öl auf Temperatur gebracht. Für die Nicht-Metallbauer: Stahl dehnt sich mit Wärme aus und hat dann einen leicht größeren Innendurchmesser als die Steckachse aussen. Dann schnell aus dem Topf, richtige Richtung des Lagers prüfen und über die Achse werfen. Mit einem Rohr habe ich dann den letzten Millimeter zum Anschlag gebracht. Es gibt nur einen Versuch – und der muss sitzen.

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Die Zylinderkopfdichtung

Im kalten Zustand unruhiger Lauf. Als wenn er nur auf 3 Zylindern arbeitet. Mein 940 mach Ärger.

Der Verdacht bestätigt sich. Der eine Zylinder zieht Kühlwasser. Also muss der Motor auf.

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Gottseidank ist der Kopf nicht verzogen

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Neuer Satz Dichtungen

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Nicht schön. Auch die Kerzen kommen neu

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