36er Nuss? Wohl die grösste Mutter am 940 – Radlager

Ja ist ja gut! Der eine oder andere würde jetzt sagen, warum hat er das nicht gleich mit den Bremsen und Stoßdämpfern gemacht…
Ganz einfach: weil ich erst später festgestellt habe, dass das Axialspiel zu groß ist und natürlich, weil ich sowas nicht mal eben auf Lager habe. Egal. Das Radlager fiebt und schreddelt in Kurven und muss ganz schnell neu!

Ich erspare Euch die Vorarbeiten, wie Rad und Bremssattel abbauen. Also gleich ins eingemachte:
IMG_6067 (Kopie)

10er Stecknuss um den Führungsstift zu lösen. Bremsscheibe abnehmen. Nun braucht man Hebel. 36er Nuss und dann langsam gegen den Uhrzeigersinn.IMG_6071 (Kopie)

Nachdem die Sicherungsmutter abgeschraubt ist, kann man das Radlager nach vorn abziehen. Den Achsstummel und das Gewinde reinigen. Jetzt das neue Lager aufstecken und dabei den inneren Lagerring festhalten, dass er nicht rausrutscht. Als Sicherungsmutter muss unbedingt eine neue verwendet werden!

IMG_6073 (Kopie)

100Nm und 1/4 Umdrehung. Passt! Jetzt die Bremsen wieder montieren. Probefahrt erfolgreich.
Ich glaube, so ab 270.000km werden so einige Verschleißteile fällig. Aber wenn ich das mit meinen vorigen Autos anderer Marken vergleiche, kann ich nicht meckern.

Das Radlager muss neu

Nun ist mir in Kurvenfahrten aufgefallen, dass der 9er Geräusche an der Hinterachse macht. Aufgebockt hat sich meine Vermutung bestätigt: Das Radlager. Also von meinem Lieblingsteilehändler gleich bestellt.

Hinten rechts das Rad demontiert, Bremstrommel herunter, Bremsteile abgebaut und das Sicherungsblech für die Steckachse gelöst. Dann habe ich das Hinterad provisorisch wieder montiert, eimal kräftig gezogen und zack, das ist sie:

10653302_982691038423269_2506320642428656765_n  10646623_982691078423265_5694202645566440521_n

Das alte Radlager habe ich mit der Flex und einer ganz feinen Trennscheibe vorsichtig zerschnitten. Ohne Presswerkzeug bekommt man das Lager leider nicht runter. Ging aber gut.

10635807_982691101756596_153713473022739036_n 10411139_982691151756591_5719921109806468966_n

Das neue Lage habe ich dann in einem Topf mit Öl auf Temperatur gebracht. Für die Nicht-Metallbauer: Stahl dehnt sich mit Wärme aus und hat dann einen leicht größeren Innendurchmesser als die Steckachse aussen. Dann schnell aus dem Topf, richtige Richtung des Lagers prüfen und über die Achse werfen. Mit einem Rohr habe ich dann den letzten Millimeter zum Anschlag gebracht. Es gibt nur einen Versuch – und der muss sitzen.

10649916_982691181756588_8103944268693587330_n