Ich muss ja wohl verrückt sein…

Da hab ich mir doch gestern einen weiteren Elch zugelegt:

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Zu den Daten:
Volvo 940 Turbo Classic
Bj. 1997
B230FT 165PS
Laufleistung FZ: ca. 330TKM Motor: ca. 220TKM

Eigentlich war ich ja auf der Suche nach einem Auto, mit dem ich nächstes Jahr eine 7500km-Rallye fahren kann. Und nun sowas. Da ist ja der Neue bisschen zu gut. Ein neuer Sommerwagen?

Volvo 940 – Spurstange fest – nix mit einstellen

Nun ist es soweit. Die Spur ließ sich beim letzten Vermessen nicht so genau einstellen. Grund: die eine Spurstange ist am Spurstangenkopf so festgegammelt, dass auch mit gutem Werkzeug und einer Portion Kraft da nichts zu machen war. Die Idee: Mit einem Brenner ordentlich warm machen, Rostentferner aufsprühen und hoffen:IMG_7584a

Mit dem langen 22er Schlüssel lies sich sehr schwer die Kontermutter lösen. Allerdings ist beim Kopf nichts zu machen. Fest.

Da ich die Ersatzteile schon hatte, werde ich kurzer Hand die Spurstange durchgeflexen. Vorher sollte man in etwa Maß nehmen, inwieweit der neue Spurstangenkopf aufgeschraubt wird. Danach muss die Schelle vom Staubschutzbalg der Spurstange gelöst werden, andere Seite ein Kabelbinder entfernt. Nun kann der Balg abgezogen werden. Den alten Spurstangenkopf mit 19er Pressluft lösen und ausdrücken. Für die Spurstange selbst habe ich mir ein Spezialwerkzeug ausleihen können. Dieses wird über die Spurstange geschoben (leider kein Foto gemacht). Am Ende ist eine Aufnahme für eine 19er Nuss. Nun die Spurstange lösen.IMG_7619a

Nun die neue Spurstange eingeschraubt, festgezogen und Balg mit Schelle drübergezogen und befestigt. Ein neuer Kabelbinder fixiert die Seite zum Lenkgetriebe.

Kontermutter und Spurstangenkopf aufgeschraubt. Etwa die alte Position eingenommen und den Spurstangenkopf festgeschraubt.IMG_7620b

Auf der anderen Seite hatte ich mehr Glück. Da lies sich der Kopf herunterschrauben. Somit konnte ich die alte Spurstange erhalten.IMG_7623a

Die Spur der Räder haben wir provisorisch eingestellt. Wichtig: Die Lenkradposition sollte etwa mittig sein. Jetzt geht’s eh zum einmessen:IMG_7627a

Passt schon fast, bisschen geht noch:IMG_7628a

Guten Rutsch Euch!!!

 

RedBlock – es geht weiter

So, Ölwanne abgeschraubt. Sieht doch ganz passabel aus. Der Motor hat ja auch noch nicht mal 200.000km gelaufen. So mancher Golf-Motor wäre jetzt in der Presse.

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Nun werde ich die Ölpumpe ausbauen.

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Die Pumpe reinige ich mit Diesel und einem Pinsel. Das geht ganz gut.

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Ölwanne standesgemäß lackiert. Zwei Schichten. Ich hoffe es hält lange.

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Dank meines Teilelieferanten habe ich alle nötigen Dichtungen für den Block vorrätig.

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Saubere Ölpumpe. Das Spiel der Pumpe ist ok. Also brauche ich sie nicht zu überholen. Neue Dichtung in den Übergängen der Ölleitung und die neue Ölwannendichtung.

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Deckel drauf. Klappe zu. Schrauben mit 11Nm festgezogen. Das reicht für heute.

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Ich brauche mehr Platz

Da haben wir den Salat. Das dicke Eisenschwein muss runter vom Anhänger. Also schon mal das Getriebe abgebaut. So wiegt der Block nicht mehr ganz so viel. Aber wie bewegen?

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Die alte rollbare Palette ist brüchig und für meinen Geschmack zu groß. Gut dass ich noch altes Holz in der Garage hab. Schnell ein paar Bolenstücke zurecht gesägt und einen neuen Rollwagen gebaut.

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Jetzt haben Ersatz-Motor und Getriebe Platz.

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Hilfe – Ein Lager wird aufgelöst

Neulich bekam ich einen Anruf von einem sehr guten Volvo-Freund: In Berlin wird eine private Volvo-Werkstatt aufgelöst. Unter anderem soll dort ein kompletter B23E mit Getriebe eingelagert sein. Eigentlich habe ich ja gar keinen Platz für solche „Spielchen“. Aber irgendwie hat es mich dann doch gejuckt. Also Sachen gepackt, Anhänger ran und Samstag früh auf die Bahn nach Berlin.

Dort angekommen, habe ich mir erstmal einen Überblick verschafft. Eine schöne Werkstatt, für privat sehr üppig ausgestattet. Auf der Bühne steht ein roter P1800. Dann dieser sehr seltene 240er Nilsson Pickup. Hiervon wurden nur ganz wenige gebaut und dieser war der einzige mit B23ET (also Turbo). Leider war der Zustand nicht mehr so toll. In der Ecke standen noch ein Buckel und eine Amazone. Ok – mich interessieren eher die Teile. Einige sind noch vom letzten Teileflohmarkt aufgebaut, doch die meisten sind im Keller.

Hier finde ich auch den Motor:

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B23E mit M46-Overdrive

Da mein Mitfahrer Lars einen 240 mit B230F besitzt, haben wir noch schnell einen weiteren Ersatzmotor aufgeladen.

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Nachdem wir den ganzen Tag dort verbracht haben, wurde noch gemeinsam gegrillt und mit den Leuten vor Ort Benzingespräche geführt und dann wieder zurück auf die Bahn nach Hause.

 

 

36er Nuss? Wohl die grösste Mutter am 940 – Radlager

Ja ist ja gut! Der eine oder andere würde jetzt sagen, warum hat er das nicht gleich mit den Bremsen und Stoßdämpfern gemacht…
Ganz einfach: weil ich erst später festgestellt habe, dass das Axialspiel zu groß ist und natürlich, weil ich sowas nicht mal eben auf Lager habe. Egal. Das Radlager fiebt und schreddelt in Kurven und muss ganz schnell neu!

Ich erspare Euch die Vorarbeiten, wie Rad und Bremssattel abbauen. Also gleich ins eingemachte:
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10er Stecknuss um den Führungsstift zu lösen. Bremsscheibe abnehmen. Nun braucht man Hebel. 36er Nuss und dann langsam gegen den Uhrzeigersinn.IMG_6071 (Kopie)

Nachdem die Sicherungsmutter abgeschraubt ist, kann man das Radlager nach vorn abziehen. Den Achsstummel und das Gewinde reinigen. Jetzt das neue Lager aufstecken und dabei den inneren Lagerring festhalten, dass er nicht rausrutscht. Als Sicherungsmutter muss unbedingt eine neue verwendet werden!

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100Nm und 1/4 Umdrehung. Passt! Jetzt die Bremsen wieder montieren. Probefahrt erfolgreich.
Ich glaube, so ab 270.000km werden so einige Verschleißteile fällig. Aber wenn ich das mit meinen vorigen Autos anderer Marken vergleiche, kann ich nicht meckern.

Red Block – Der Name ist Programm

Bevor ich mich den nächsten Karosseriearbeiten widme, musste ich mal was fürs Auge machen. Also den B23 Block schön gereinigt und entrostet. Dann ging es los. 2x je Seite mit „Motor Färg röd“ lackiert. Auch den Krümmer habe ich mit hitzefester Farbe bearbeitet. Bin gespannt, wie lange das hält.

Vorher:

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Nachher:

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Bremsen und Koppelstangen am 940

Wie schon beschrieben, habe ich beim Austausch der Stoßdämpfer bemerkt, dass die Bremsbeläge am Ende sind. Da fehlten nur noch 2mm zum Metall.

Also die Bremssattel demontiert. Zur Sicherheit habe ich aus einem Draht einen Haken gebogen, um den Sattel zu fixieren. Der Bremsschlauch soll ja nicht leiden.

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Nun den Bremskolben vorsichtig zurückgedrückt.

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Der Bremssattel wird mit einer Drahtbürste und Bremsenreiniger gereinigt und die Führungsborzen des Sattelhalters auf Gängigkeit und Korrosion geprüft. Danacg habe ich die Bohrungen für die Bolzen mit Fett gefüllt. Nun noch den Bremssattelhalter mit dem Sattel verschrauben und die neuen Beläge einsetzen. Die Verschraubungen habe ich natürlich mit Sicherungslack versehen.

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Ein Abwasch: neue Koppelstangen. Die Alten Buchsen waren doch schon sehr rissig.

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Nun reichts aber aber. Der 940 ist wieder fit.

Kleine Wartungsarbeiten werden größer: Stoßdämpfer vorn am 940

Heute geht’s an die vorderen Stoßdämpfer. Die Alten sind schon sehr schwammig. Ich hab mir welche vom Sachs bestellt.
Also Radmuttern lösen:

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Wichtig ist, dass der Volvo vernünftig auf Böcken steht. Ich will ja nicht, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt.

Rad ab.

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Von oben löse ich das Domlager (SW15, Langnuß).

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Nun geht an die Unterseite. 2 Schrauben um das Federbein vom Querlenker zu lösen. Diese sind mit Sicherungslack versehen. Das muss ich beim Einbau beachten.

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Nun die 2 Schrauben (auch mit Sicherungslack) des Bremssattels  mit einem Innensechskant lösen. Vorher habe ich die Bremsbeläge vorsichtig zurückgedrückt, damit  der Sattel leichter von der Bremsscheibe gezogen werden kann. Die Bremsscheibe selbst ist ja nur mit einer Schraube (SW10, Langnuß) fixiert.

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Nun den Spurstangenkopf am Querlenker lösen. Eine selbstsichernde Mutter.

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Das Rausschlagen des Spurstangenkopfes mit dem Hammer… kann man machen, ist aber nicht empfehlenswert. Ich nehme da lieber das richtige Werkzeug: Abzieher.

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Nun das Kabel vom ABS Sensor von den Klammern lösen, damit ich das Bein bewegen kann. Sicher kann man auch im Motorraum den Stecker ziehen und das komplette Kabel vorsichtig durch den Innenkotflügel ziehen. Das spare ich mir, da ich direkt am Wagen arbeiten werde. Mit einem Hebeleisen hebel ich das Federbein vorsichtig vom Querlenker. Ab das Bein…

Und Vorsicht, mit dem ABS-Kabel!

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Nun den Federspanner ansetzen. Es gibt unterschiedliche Bauarten. Ich habe mich für die schwere entschieden. Ohne Spanner sollte man NIEMALS den Federteller lösen. Und Vorsicht bei billiger Chinaware. Feder gespannt.

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So. Nachdem ich die Mutter vom Federteller gelöst habe (entweder mit einem Pressluftschrauber oder dem Volvo-Spezialwerkzeug), kann ich „entspannt“ die Feder abziehen.

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Das Arbeiten auf dem Gartenhocker hat mich genervt. So geht das nicht. Also ab zum Baumarkt und eine Workmate geholt. Einen Schraubstock hatte ich noch im Keller liegen.
Schönes Arbeiten nun… Und danke an meinen Volvo-Kumpel, der über einen guten Fundus an Spezialwerkzeug verfügt. Hier der richtige Schlüssel zum Überwurfmutter lösen. So bekomme ich den Stoßdämpfer leicht raus.

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Neues Material:

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Nun geht’s an den Einbau. Stoßdämpfer einschieben, neue Überwurfmutter eindrehen und mit „DEM“ Schlüssel anziehen.

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Nun den Faltenbalg drüber, neuen Anschlagdämpfer einsetzen und die Feder gespannt rüberziehen. Ich habe mich gleich für ein neues Domlager entschieden. Ist eh gerade alles ab. Also raufgesteckt und die neue Mutter angezogen. Wichtig ist, dass die Feder richtig sitzt und nicht verdreht ist. An den Federtellern sieht man die Anschlagpunkte. Nun den Federspanner langsam lösen.

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Nun wird das Federbein wieder eingebaut. Am Dom mit neuen Schrauben fixiert.
Auch hier ist wieder Vorsicht mit dem ABS-Kabel angesagt. Vor allem muss es vor dem Federbein vorbeigeführt werden!

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Anschließend habe ich den Bremssattel gereinigt. Ups…. da sind neue Beläge fällig. Dazu aber später mehr.

Ich fixiere die Querlenkerschrauben mit Sicherungslack. Fertig für heute.

kleine Wartungsarbeiten am 940

Nachdem ich letztens Ölwechsel durchgeführt hatte, fehlt jetzt noch Lüftfilter- und Zündkerzenwechsel. Auf geht’s:

Meine Empfehlung für 9er Redblocks: nur orginal Volvo oder NGK Zündkerzen!

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Kerzenstecker abgezogen und raus mit den alten Kerzen

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Lecker, die neuen.

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Nun geht’s weiter mit dem Luftfilter

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Ladeluftschlauch und Luftmengenmesser incl. Kabel abziehen

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So lässt dich der Deckel am besten öffen. Tja das mit den Halteklammern ist ja so eine Sache beim alten 9er. Ich hab noch 5 und Ihr?

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Da hat sich doch schön viel Dreck angesammelt

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Schick isser, der neue. Nun noch zusammenbauen.

Fortsetzung folgt…